Hier ist es zugegebener Maßen ruhig geworden in den letzen zwei Wochen. Denn pünktlich zum Herbst verstärkt sich meine Phase der Innen-Besinnung die vor einigen Wochen Ihren Lauf genommen hat, noch weiter.
Die letzen Wochen waren irgendwie stärker von meinen Wurzeln bestimmt als von der nahen Vergangenheit. Ich war häufiger in der Heimat, habe einige Leute aus der Schulzeit wiedergetroffen, gute Gespräche geführt, war auf der Hochzeit meines Kumpels aus Kindertagen, sehe meinen Freunden und Bekannten dabei zu, wie sie Familien gründen und habe sonst viel über früher und das „wie war ich – wie habe ich mich verändert – war früher wirklich alles schlecht - wie bin ich jetzt und gefällt mir das“ nachgedacht.
Nachdem ich mich gerade in den letzten Jahren eher losgelöst von meiner Kindheit, meiner Familie, meiner Schulzeit und meiner Heimat gefühlt habe, entwickele ich momentan glaube ich sowas wie ein gesundes, normales Verhältnis zu diesen „Dingen“.
Kam mir bis vor einiger Zeit noch alles vor meinem 28.Lebensjahr irgendwie immer ein bisschen so vor, als sei es das Leben von jemand anderem gewesen und habe für mich nur eine verhältnismäßig geringe Bedeutung gehabt, so entwickele ich momentan eine persönliche Beziehung zu all den Geschehnisse und Entwicklungen und dadurch natürlich auch zu den damit verbundenen Menschen aus meiner Vergangenheit.
Es ist ein bisschen so, als würde ich momentan meinen Platz in einem Nest finden, dass schon die ganze Zeit existiert hat, dass ich nur immer als nicht-meines betrachtet habe.
Zum ersten Mal in all den Jahren fühle ich mich nicht mehr als die Außenseiterin in meinem eigenen Leben – ein sehr friedliches Gefühl.
werfwf
Krise? Hauptsache, wir sind schön
Vor 50 Minuten

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