Samstag, 28. November 2009

Kichernde Feuerwehrmänner

Das fand ich einfach so großartig, dass das unbedingt hierher muss:

Bahnbrechende Blähungen - Pupsendes Schwein löst Gas-Alarm aus

Verheerende Entweichungen: Ein Schwein mit Darmproblemen hat in Australien 15 Feuerwehrleute auf den Plan gerufen. Ein Bauer hatte sie alarmiert - weil er wegen des Gestanks eine undichte Gasleitung fürchtete.

Sydney - Am Ende waren es die unzweideutigen Geräusche, die den Übeltäter identifizierten: "Es war ziemlich eindeutig, was los war", sagte Feuerwehrmann Peter Harkins am Donnerstag in einem Radiointerview.

Die Familie aus Axedale habe eine 120 Kilo-Sau nur 20 Meter vom Haus entfernt gehalten. "Ich habe keine Ahnung, was sie der Sau zum Fressen gegeben hatten, aber wir haben sie deutlich gehört", sagte er.

Dem Bauer sei die Angelegenheit höchst peinlich gewesen. Er habe sich mehrfach entschuldigt. "Wir brauchten eine Weile, bis wir uns wieder eingekriegt haben, ehe wir mit ihm reden konnten" sagte Harkins. "Aber wir haben das sehr professionell gemacht. Wir haben ziemlich gekichert, als wir später wieder in der Feuerwehrwache waren."

xvxvrgf

Montag, 23. November 2009

Na Bravo!

Nachdem mir die Kleeblatt-Damen zum letzen Geburtstag die Sissi-Triologie auf DVD geschenkt hatten, habe ich mich zu dem Versprechen hinreißen lassen, dass wir diese auf alle Fälle in größerer Runde gemeinsam schauen werden.

Gestern war dann der Tag der Tage, Frau Schmitz hatte zum „Sissi & Franz“ Event geladen und eine Handvoll Damen folgte der Einladung zu Sachertorte, Linzer Schnitten und hingebungsvollem Schmachten in drei Teilen.

An dieser Stelle mein Kompliment an die Damen für die mitgebrachten Präsente: Prinzessinnen-Handbuch, Schmitz-Spiel, Mozartkugeln, Holundersaft, Eierlikör, Sekt und Schokolade sind eine Mischung die immer wieder gerne bei mir einziehen darf.

Und da saßen wir nun mit Tränen der Glückseligkeit in den Augen und bemerkten ungeahnte Details wie z.B. die modischen Faux-pas (Gürtel über der untertesten Knopfreihe, Pfeilbroschen im Haar) oder auch die nervöse Zitter-Locke des Hauptmanns, die „Einkehrstuben“, Nene fanden alle blöd und bestimmt war die Kaiserin mal mit dem Andrasi im Bett und soooo vieles mehr. Sissi wird halt nie langweilig. Egal was Männer sagen.

sdfisdf

Samstag, 7. November 2009

Europa vs. Afrika - and the winner is...

Da ich momentan aufgrund eines Rückleidens (verdammter Ischias) sowieso den Großteil des Tages nur liegend verbringen kann, fand ich exzessives fernsehen eine gute Maßnahme.

So lag ich also Donnerstagabend mit Cola und Popcorn vor der Glotze und freute mich auf die MTV European Music Awards. Die Freude währte leider nur ungefähr so lange wie der Durchschnittspromi für eine gelangweilte Dankesrede braucht.
Puh, war das eine langweilige, unambitionierte Veranstaltung. Die Stimmung des Berliner Publikums war gleich Null (sogar als Tokio Hotel auftraten hielten sich die Kreisch-Dezibel im Rahmen), was nicht verwundert bei der folgenden Taktung der Veranstaltung: Auftritt, Award-Vergabe, Werbepause, Auftritt, Award-Vergabe, Werbepause – man ahnt wie es weitergeht.

Es gewannen zu Recht: U2, Silbermond und Eminem.

Der Rest war in Form gegossene Langeweile (Jaz-Z, Beyonce, Placebo, Lady Gaga, maNga, Tokio Hotel, Beyonce, noch mal Beyonce, usw.)

Zu Unrecht nicht gewonnen haben: Kings of Leon, Daniel Merriweather und Katie Perry.

Auch die Laudatoren rissen das Ruder nicht mehr rum. Denn was machen bitte diverse Schauspieler, ein WWF-Wrestler, ein abgehalfterter Alkoholiker und mehrere Z-Promis dort?

Und selbst die Auftritte…Jay-Z – langweilig, Shakira – kann immer noch nicht singen, Leona Lewis – hatte vergessen ihr Halloween-Kostüm auszuziehen, ansonsten…gähn…Beyonce war so sehr mit dem Entfernen ihrer Zorro-Maske beschäftigt, dass sie darüber fast vergessen hätte zu singen, auch kein Verlust.

Da konnte auch die bezaubernde, hinreißende, witzige und umwerfend aussehende Katie Perry nix mehr reißen. Die Veranstaltung sollte man nie wieder wiederholen, tat MTV aber natürlich direkt am nächsten Tag trotzdem.

Welch Erfrischung und positive Überraschung bot da gestern Abend das afrikanische Pendant, die MAMAs MTV African Music Awards.

Gute Laune, gute Musik, Begeisterung, alles was die Europäer nicht hinbekommen haben. Moderiert wurde das ganze vom großartigen Wycleff Jean, der im Anschluss ein tolles Konzert gab.

Ich hatte den Eindruck, dass er sich fernab der amerikanischen Medienlandschaft sehr zu Hause fühlte. Er wirkte entspannt, spielte im Laufe des Abends mehrere Instrumente, brauchte sich hinter keiner Sonnenbrille zu verstecken und es machte einfach Spaß zuzusehen. So hätte ich das gerne häufiger.

Selbst Akon (den ich sonst nicht leiden kann), konnte mir da den Spaß nicht verderben, sondern wirkte wie ausgewechselt und bereicherte die Veranstaltung. Etwas, was ich nicht für möglich gehalten habe.

Vielleicht muss ich doch noch auswandern, is ja auch wärmer in Afrika.

huhih

Montag, 2. November 2009

Früher war feiern gehen einfacher

Dieser Gedanke kam mir am Freitag, als ich auf der Tanzen! Magazin-Party des Kölner Stadt-Anzeigers war. Da war Security in schicken Anzügen, mehrere stylische Bars, Lichtprojektionen an den Wänden, Licht-Spielereien auf dem Boden, alle hatten sich aufgehübscht, zur Musik wurden künstlerische Videosequenzen an die Wand geworfen und was war – nach zwei Stunden war ich (und nach dem Andrang an der Garderobe zu urteilen nicht nur ich) wieder auf dem Heimweg.

Ich habe mich dann ernsthaft gefragt, ob ich vielleicht einfach mit dem „Alter“ zu anspruchsvoll geworden bin oder obs doch nicht an mir lag. Und ich muss sagen: ich wars nicht Schuld. Denn wenn der ganze Klimbim drumrum wichtiger ist, als richtig gute, abwechslungsreiche Musik zu spielen und nicht ein Einheits-Worldmusic-House-Gematsche bei dem sich ein Titel wie der nächste anhört, ein ordentliches Kölsch anzubieten (statt gesponsortem Pils, zur Erinnerung: „KÖLNER Stadt-Anzeiger“) und eine Tanzfläche zur Verfügung zu stellen, die für die avisierten 1.200 Leute ausreichend ist, dann hat der Veranstalter doch was nicht verstanden.

Ich weiß, ich als alte Event-Tante sehe solche Dinge vielleicht immer ein bißchen sehr kritisch. Aber es wäre SO EINFACH gewesen. Man hätte doch nur die komischen Sitzhocker im vorderen Drittel der Halle wegräumen, dort ein paar Boxen aufhängen und einen vernünftigen DJ engagieren müssen. Ach ja, und die Sache mit dem vernünftigen Bier – auch kein Hexenwerk also.

Ich vermisse die gute alte Zeit, als man/frau mit Jeans und T-Shirt in irgendeine Disko ging (das war damals noch genau ein dunkler, muffiger Raum mit ner Theke, nicht „4 unterschiedliche Dancefloors“ mit Cocktail-Bar, Prosecco-Ecke und Hardcore-Corner), die Jacke in die Ecke warf, sich ne Flasche Kaltgetränk holte und sich entweder auf die Tanzfläche schmiss (da wurde ordentlich durcheinander von allem was aufgelegt und so kam jeder mal zur Lieblings-Mucke) oder sich zum Knutschen mit dem/der Auserwählten an die nächste Wand lehnte. Ja liebe Kinder, so unkompliziert war das früher.

isdjfoi

Dienstag, 27. Oktober 2009

Schlapp, schlapper, Schlappen

Bülent Ceylan bezeichnete sich gestern im Rahmen seines neuen Programms als „Schlappen“ (also Hausschuh) um den sein Vater und Großvater gekämpft hätten als er noch klein war.

Sofern Schlappen von schlapp kommt, kann ich ihm nur beipflichten. Es ist lange nicht mehr vorgekommen, aber ich kann es noch: in der Pause einfach mal nach Hause gehen.

Ich kann für Herrn Ceylan nur hoffen, dass er gestern einfach nur keine Lust hatte und das Programm ansonsten witziger ist. Denn gestern war es langweilig, platt und uninspiriert.

Deutlich mehr Spannung und Witz hatte da der Alternativ-Spontan-Besuch des „Früh im Veedel“ mit Frau Zimthuhn. Egal ob Rollator-Slalom, Beerdigungsbesäufnis oder die Klärung von Modefragen (es gibt Männer, die dürfen auch heute noch völlig ungestraft Cordanzüge tragen und sehen darin ganz reizend aus), das ur-kölsche Abendprogramm, ganz ungekünzelt und zutiefst menschlich war ohne Mühe spannender, witziger und rührender als jegliches Comedy-Programm. Deshalb mag ich diese Stadt.

idfsdjsf

Samstag, 17. Oktober 2009

Nestwärme

Hier ist es zugegebener Maßen ruhig geworden in den letzen zwei Wochen. Denn pünktlich zum Herbst verstärkt sich meine Phase der Innen-Besinnung die vor einigen Wochen Ihren Lauf genommen hat, noch weiter.

Die letzen Wochen waren irgendwie stärker von meinen Wurzeln bestimmt als von der nahen Vergangenheit. Ich war häufiger in der Heimat, habe einige Leute aus der Schulzeit wiedergetroffen, gute Gespräche geführt, war auf der Hochzeit meines Kumpels aus Kindertagen, sehe meinen Freunden und Bekannten dabei zu, wie sie Familien gründen und habe sonst viel über früher und das „wie war ich – wie habe ich mich verändert – war früher wirklich alles schlecht - wie bin ich jetzt und gefällt mir das“ nachgedacht.

Nachdem ich mich gerade in den letzten Jahren eher losgelöst von meiner Kindheit, meiner Familie, meiner Schulzeit und meiner Heimat gefühlt habe, entwickele ich momentan glaube ich sowas wie ein gesundes, normales Verhältnis zu diesen „Dingen“.

Kam mir bis vor einiger Zeit noch alles vor meinem 28.Lebensjahr irgendwie immer ein bisschen so vor, als sei es das Leben von jemand anderem gewesen und habe für mich nur eine verhältnismäßig geringe Bedeutung gehabt, so entwickele ich momentan eine persönliche Beziehung zu all den Geschehnisse und Entwicklungen und dadurch natürlich auch zu den damit verbundenen Menschen aus meiner Vergangenheit.

Es ist ein bisschen so, als würde ich momentan meinen Platz in einem Nest finden, dass schon die ganze Zeit existiert hat, dass ich nur immer als nicht-meines betrachtet habe.

Zum ersten Mal in all den Jahren fühle ich mich nicht mehr als die Außenseiterin in meinem eigenen Leben – ein sehr friedliches Gefühl.

werfwf

Mittwoch, 30. September 2009

Alt

Gestern wurde mir beim Culcha Candela Konzert der grausame Spiegel der Realität vorgehalten. Woran merkt man, dass man alt ist, am Beispiel eines Konzertbesuchs:

  • Wenn du mit dem Auto hinfährst, weil du eh nix trinkst
  • Wenn doch schon einige der Konzerbesucherinnen deine Tochter sein könnten
  • Wenn es dir zu albern ist, dich mit in die lange Schlange vorm Eingang zu stellen, sondern du lieber am Rand wartest "ich muss nicht in der ersten Reihe stehen"
  • Wenn dir schon vor dem Hauptact die Füße wehtun
  • Wenn dich während des Konzerts deine Mitstreiter wegen "ich seh eh nix" oder "ich muss mich mal setzen, mein Rücken!" Richtung Eingang verlassen
  • Wenn du hüpfen, mitwinken, über-dem-Kopf-klatschen und sonstige Aktionen großzügig den Menschen unter 30 überlässt
  • Wenn du überlegst, ob von den Jungs auf der Bühne überhaupt einer älter ist als du
  • Wenn dein Blogeintrag sich nicht mehr um die geile Musik und die super Show dreht die du gestern erlebt hast...sondern vom Alter (ja Mama, du darfst jetzt spöttisch lachen und "wenn du wüsstest" sagen)

(und kürzlich zum Thema gelesen: "Uncool" von Dan Zevin. Ich erkannte mich nicht überall wieder, aber erschreckend oft)

undndj